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Regenwurm Steckbrief – Eigenschaften, Vermehrung, Lebensraum

by Falk von Wildenradt26. Januar 2014

Eigentlich ist er ein „reger“ Wurm. So hieß er nämlich ganz früher im 16. Jahrhundert einmal, weil er nämlich sehr rege ist und immerzu im Boden umher wühlt und ihn auf diese Weise schön locker macht, damit viele Pflanzen darin wachsen können. Die Gärtner mögen ihn sehr gerne, weil er ganz freiwillig den Boden umgräbt und ihn gut durchlüftet. Dadurch haben es die Pflanzen leichter beim Wachsen. Und weil der Boden dann immer schön locker ist, fließt das Wasser gut ab und kann sich nicht anstauen. Außerdem produziert der Regenwurm durch seinen nährstoffreichen Kot auch noch einen guten Dünger, den alle Pflanzen gerne mögen. Er gräbt und frisst ständig. So ein Regenwurm sieht aus wie ein langer elastischer Schlauch.

Regenwurm

Eigenschaften

Er ist ein blinder, tauber und ganz stummer Wurm und ich kann nur kriechen. Er gehört zu den wirbellosen Tieren und außerdem zu den Wenigborstern und zu den Ringelwürmern. So ein Regenwurm kann 3 bis 8 Jahre alt werden und ist zwischen 6 bis 13 cm lang. Und weil er so „nackig“ ist, verträgt er das Sonnenlicht auch nicht. Wenn er zu lange dem Licht ausgesetzt ist, muss er sterben. In Europa gibt es etwa 400 Regenwurmarten und auf der ganzen Erde sind es sogar mehr als 3000 verschiedene. Und jeder von ihnen hat auch noch einen eigenen Namen. So gibt es den Tauwurm, den Mistwurm und noch viele, viele andere. Dem Kompostwurm verdanken wir es, dass aus unseren Küchenabfällen neue fruchtbare Erde entsteht.

Vermehrung

Zwitter sind immer Männchen und Weibchen zugleich. Trotzdem können sie sich aber nicht selbst befruchten, sondern sie legen sich aneinander und tauschen einen Samenschleim aus, den sie dann jeweils dem anderen Wurm in eine Samentasche entleeren. Dabei sind beide ein Männchen. Hinter dem Kopfteil hat jeder Regenwurm einen Gürtel, der einen Schleimring ausbildet, in dem sich die Eier befinden. Dieser wird dann abgestoßen und befruchtet dabei den Samen in den Samentaschen. Dieser Schleimring verhärtet im Boden und bildet Kokons, in denen sich dann die neuen Regenwürmer entwickeln. Es können bis zu 140 Kokons von einem einzigen Regenwurm sein. Deshalb wimmelt es z.B. im Komposthaufen oftmals nur so von Regenwürmern.

Lebensraum

In einem Quadratmeter Boden kriechen etwa 100 Regenwürmer umher. Allerdings sollte der Boden nicht zu sauer sein, weil sonst sein Schleimmantel zerstört wird. Sie mögen es auch nicht zu warm. Deshalb sind sich auch im Frühjahr und im Herbst am aktivsten. Wenn es ihnen im Sommer zu warm oder im Winter zu kalt wird, vergraben sie sich noch tiefer in die Erde hinein und ringeln sich dort zusammen und fallen dann in eine Art Sommer- oder Winterschlaf.

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