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Fledermaus Steckbrief – Bilder, Verhalten, Rassen und Arten

by Falk von Wildenradt25. März 2013

Name

Als „Flattermaus“ beschreibt das mittelhochdeutsche „Vledermus“ ein mausähnliches Tier, das umherflattert.

Aussehen

Die sagenumwobenen Flattertiere mit großen wimpernlosen Augen variieren im Aussehen je nach Art vom hundeähnlichen Kopf mit spitzen Ohren bis zur kurzen Schnauze mit kleinen, runden Ohren. Feine Flughäute reichen von den fünf Fingern bis zu den Hinterbeinen und ermöglichen schnelle Flugbewegungen. Der abstehende Daumen dient als Kralle zum Festhalten an Decken und Wänden. Das am Bauch hellere, rötlich-braune aber auch graue oder schwarze Fell glänzt seidig. Manche Exemplare haben einen kurzen Schwanz und auch die Körperlänge ist je nachdem sehr unterschiedlich. Die 29 bis 33 mm kleine thailändische Hummelfledermaus zählt zu den kleinsten Säugetieren der Welt, während die 10 bis 14 cm große australische Gespenstfledermaus eine Flügelspannweite von 60 cm aufweist.

Heimat

Fledermäuse sind, außer auf wenigen Inseln und an den Polen, auf der ganzen Welt beheimatet. Sie bevorzugen wärmere Temperaturen, weshalb sie in den Tropen häufiger vorkommen als in kälteren Gebieten. Im gesamten amerikanischen Raum leben verschiedene Fledermausarten mit unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten bis hin zur blutsagenden Variante. In Europa und Asien ist der Große Abendsegler anzutreffen.

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Lebensraum

Der Lebensraum der Fledermäuse sind hauptsächlich Baumhöhlen in Wäldern oder Baumgruppen, aber auch Gesteinshöhlen, Dachböden, Luftschächte und ähnliche Verstecke. Dorthin ziehen sich auch die meisten europäischen Vertreter der Flattertiere für ihren Winterschlaf zurück.

Rassen und Arten

Fledermäuse gehören zur Art der Säugetiere. Es gibt weltweit 950 Rassen von Fledermäusen, in Europa 30 und in Deutschland 24. Davon gehören sechs zu den 8-14 cm großen Abendseglern, die neben dem Mausohr und den Hufeisennasen die bekanntesten sind.

Verhalten

Als nachtaktive Tiere verschlafen die Fledermäuse den größten Teil des Tages kopfüber hängend. Nach einer 20-minütigen Aufheizphase in den Flugmodus schwärmen sie abends aus, um Insekten zu jagen. Mit Hilfe von lauten Ultraschallrufen und deren Echos können sie ihre Beute genauestens orten. Dank eines ausgeprägten Sozialverhaltens leben sie in größeren Kolonien und suchen gemeinsam ihre Winterquartiere auf.

Nachwuchs

Fledermausweibchen bringen einmal jährlich ein bis zwei Junge zur Welt, die 4-6 Wochen gesäugt werden und danach bereits flugfähig und unabhängig sind.

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung der Fledermäuse liegt bei 5-6 Jahren, allerdings gibt es auch Funde von über 20 Jahre alten Tieren.

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