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Faultiere Steckbrief – Bilder, Verhalten, Rassen und Arten

by Falk von Wildenradt25. März 2013

Name

Der Name der sechs Arten der zur Säugetierordnung der Zahnarmen (Pilosa) gehörenden Familie der Faultiere (Folivora) weist auf die sehr langsame Bewegungsart dieser Tiere hin.

Aussehen

Das Aussehen der maximal 50 cm langen und ausgewachsen zwischen drei und acht kg schweren Tiere erinnert entfernt an das von langhaarigen Affen. Typisch sind die überlangen Extremitäten, wobei die beiden Vorderextremitäten länger sind als die hinteren Gliedmaßen. Typisch sind auch die großen Krallen sowie kleine, weit auseinander liegende Augen und eine runde, flache Nase am kurzen, runden Kopf, der auf einen langen Hals ruht. Die Ohren sind nur wenig ausgebildet und verschwinden im lang-strohigen, grau-bräunlichen Oberfell, unter dem sich ein dichtes Unterfell befindet, das durch eingelagerte Algen häufig einen grünlichen Farbschimmer hat. Faultiere sind schwanzlos beziehungsweise haben lediglich kurze Stummelschwanzansätze.

Heimat

Faultiere sind in Lateinamerika heimisch. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Honduras bis zum argentinisch-brasilianischen Grenzgebiet.

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Lebensraum

Die Biotope der Faultiere sind die Kronen hoher Bäume in dichten Tropen-Urwäldern.

Rassen und Arten

Zur Gattung der Dreifinger-Faultiere (Bradypodidae) gehören vier Arten: Das stark bedrohte, durch schwarze Haare im Nackenbereich charakterisierte Kragenfaultier (Bradypus torquatus); das auch als „Ai“ bekannte Weißkehl-Faultier (Bradypus tridactylus); das relativ häufig vorkommende Braunkehl-Faultier (Bradypus variegatus) und das seltene Zwergfaultier (Bradypus pygmaeus). Die beiden Arten der Gattung der Zweifinger-Faultiere, das Hoffmann-Zweifingerfaultier (Choloepus hoffmanni) und das Eigentliche Zweifingerfaultier (Choloepus didactylus), unterscheiden sich von den Dreier-Faultieren vor allem durch das Fehlen des dritten Zehs an den Vorderfüßen.

Verhalten

Die farblich hervorragend getarnten Tiere hängen rücklings an den Ästen oder bewegen sich im Schneckentempo maximal 40 m am Tag durch das Blattwerk, das ihre nährstoffarme Hauptnahrung darstellt. Faultiere verbrauchen kaum Energie, schlafen 15 bis 20 Stunden am Tag und klettern nur selten auf die Erde. Die nachtaktiven Faultiere sind Einzelgänger.

Nachwuchs

Nach der kopfunter erfolgten Paarung tragen die Faultierweibchen sechs Monate ein einzelnes Junges aus. Die ersten Lebensmonate verbringt das Junge auf dem Bauch der Mutter. Mit zwei Jahren ist ein Faultier ausgewachsen. Die Geschlechtsreife erlangen Männchen mit vier Jahren, Weibchen mit drei Jahren.

Lebenserwartung

Wild lebende Tiere können ein Alter von 20 Jahren erreichen. Zootiere können doppelt so alt werden.

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